MADEIRA (Portugal) Juli 2026
4. Tauchtag: Tauchplatz Cave
Um zu dem Tauchplatz Cave zu gelangen, mussten wir nach dem normalen Einstieg ins Wasser etwa 50 Meter am Rücken liegend bis zur blauen Leiter paddeln. Dort ging es dann unter Wasser und mit linker Schulter zu einer Fels, den wir überwinden mussten, um zur Höhle zu gelangen. Der Höhleneingang hat einen Durchmesser von ungefähr zehn Meter und man kann etwa 50 Meter hineintauchen. Dort unten ist es stockdunkel, also: Taschenlampe nicht vergessen! In der Höhle
3. Tauchtag: Tauchplatz Arena
In der Früh war es stark bevölkt, sodass Ted und ich beschlossen haben, dass wir warten bis die Sonne rauskommt. Um 11:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg von unserem Hotel Cais de Oliveira ins Nachbarhotel zu Manta Diving. Nach einem Briefing über den Tauchplatz sind wir um 11:45 Uhr ins Wasser eingestiegen. Der Einstieg ist etwas trickig, denn die Taucher müssen sich die Flossen auf den Stufen anziehen und dann von den Steinstufen auf die Metallstufen umsteigen, um ins Wasser springen zu können. Um Luft zu sparen mussten wir vom Einstieg auf dem Rücken mit aufgeblasenen Jacket um den Lavafinger herumschwimmen und dann noch etwas weiter, bis wir abtauchten. Nach etwa 10 Minuten unter Wasser gelangten wir in einer Tiefe von 14 Meter in die Arena, eine ovalförmige Felsformation, die wir dann wie einen Canyon durchtauchten bis wir am Ende bei zehn Meter wieder rauskamen. Danach tauchten wir an der stufenförmigen Außenwand entlang. Anschließend ging es linke Schulter zum Riff zurück über den Lavafinger zum Ausstieg. Der Ausstieg ist etwas schwierig, weil alle Taucher eine ungefähr zwei Meter lange Leiter hinaufklettern müssenen, um wieder das Swimmingpoolniveau zu erreichen. Auf dem kurzen Rückweg zum Dive Center wird 12-Liter-Stahlflasche immer schwerer und die Beine fühlen sich an wie mit Blei beschwert. Ich merke: Ich bin alt!


Sonntag: tauchfrei
Das Tauchgebiet hier in Caniço liegt direkt im Unterwasser-Naturschutzpark Garajau. Dieses Meeresreservat wurde 1986 gegründet und zeichnet sich durch gute Sichtweiten sowie eine große Artenvielfalt aus. Um den Tieren eine Ruhe zu gönnen, haben die Dive Center am Sonntag geschlossen. Dadurch müssen die Taucher und Taucherinnen eine Zwangspause einlegen. Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Tauchschule bedeutet das zumindest einen freien Tag pro Woche. Wir haben unseren Erholungstag wie folgt genutzt: ausgeschlafen, eine Schwimmeinheit im Pool, ein gemütliches Schläfchen im Schatten, einen längeren Spaziergang in Caniço und etwas Computerarbeit. Ein gutes Abendessen im Restaurant Rede, und schon war dieser Tag wieder vorbei.





2. Tauchtag: Zwei Tauchgänge am Tauchplatz „Lavafinger“
Wir waren so gegen 09:00 Uhr beim Dive Center Manta Diving, da wir um 09:30 Uhr den geführten Tauchgang zum Tauchplatz „Arena“ mitmachen wollten. Bevor wir ins Wasser einstiegen, hat uns ein Apnoetaucher auf die Robbe hingewiesen und er wolle sie uns zeigen. Dies durchkreuzte unsere Pläne und wir tauchten beim Tauchplatz „Lavafinger“ ab, denn die Chance die Mönchsrobbe zu sehen, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Tja, die Robbe hat leider nicht mitgespielt und wir haben sie dort nicht angetroffen. Trotzdem war es ein toller Tauchgang mit vielen Kleingetier, dass sich in den Felsspalten versteckt. Pfeilkrebse konnten wir einige antreffen. Außerdem sind die Madeirischen Skorpionfische überall anzutreffen. Wir dachten, dass die alle noch Babys sind, weil sie ziemlich klein waren – im Gegensatz zu den Skorpionfischen in Ägypten – aber Steffie meinte, dass die schon ausgewachsen sind und nicht größer werden. Da ich mir überbleit vorkam, haben wir am Ende des Tauchgangs noch folgenden Test gemacht: Nach dem Sicherheitsstopp (du solltest dann ungefähr 50 bar haben), Blei dem Buddy geben. Wenn du immer noch absackst wie ein Stein, dann bist du definitiv überbleit. Das richtige Bleigewicht hast du, wenn du bei 5 Meter trotz geringer Menge Luft im Tank gut tarieren kannst und weder aufploppst noch absackst. Nach dem Test konnte ich zwei Kilo Blei entfernen.
Da uns der Tauchplatz so gut gefallen hat, haben wir unseren zweiten Tauchgang an diesem Tag ebenso dort gemacht.



1. Tauchtag: Check Dive mit Problemen


Illustrationen mit Canva AI generiert
Natürlich ist Tauchen wie Fahrradfahren – man verlernt es nicht. Der erste Tauchtag einer Reise ist für Ted und mich jedoch immer ein Abchecken und ein Sich-Vertraut-machen mit den Gegebenheiten vor Ort.
Bei Manta Diving ist ein Check Dive mit den folgenden Übungen verpflichtend durchzuführen: 1. Die Tauchmaske mit etwas Wasser füllen und ausblasen 2. Zeichen geben: Das Zeichen „Out of air“ geben und anschließend den Oktopus des Buddys zum Atmen verwenden.
Im Prinzip voll easy, nur kamen wir bei unserem ersten Sprung ins Wasser nicht sehr weit. Ted hatte mit dem kalten Wasser und dem engen 7-mm-Tauchanzug zu kämpfen. Er kam nicht richtig runter, denn schon bei einem halben Meter unter Wasser hatte er das Gefühl, dass sich der Anzug komplett zusammenzog und er keine Luft mehr bekam. Mir war nur kalt, aber ich wartete bereits in drei Metern Tiefe auf die Tauchgruppe. Der Dive Guide signalisierte mir, aufzutauchen. Das brachte mich völlig aus dem Rhythmus, also stiegen wir beide wieder aus dem Wasser.
Vielleicht waren wir heute die Lachnummer im Dive Center, aber darüber muss man stehen. Selbst nach 600 Tauchgängen ist man alles andere als perfekt!
Ted ist dann mit seinem Tauchanzug einfach mit Maske, Schnorchel und Flossen ins Meer gegangen, und hat den Anzug dabei total durchnässt und sich an ihn gewöhnt.
Eine Stunde später haben wir dann die beiden Tauchübungen mit einem Guide durchgeführt. Anschließend durften wir unseren ersten Tauchgang auf Madeira ohne Guide absolvieren.
Wir waren vom Hausriff begeistert, entdeckten gleich zwei Oktopusse, sahen zwei Fischschwärme und waren überrascht über die Vielzahl der Skorpionfische, die in den verschiedensten Größen zu finden waren.
Was wir damit sagen wollen: Wenn ihr euch unter Wasser – aus welchen Gründen auch immer – nicht wohlfühlt, brecht den Tauchgang ab. Es ist keine Schande! Was die anderen über euch denken, kann euch vollkommen egal sein!
Mit einem Tag Verspätung: Ankunft in Madeira
Wieder früh aufstehen: Dieses Mal um 3:45, denn um 4:30 mussten wir am Flughafen sein. Einchecken, erneut die Sicherheitskontrolle passieren und dann warten auf den Abflug von Faro nach Madeira. Würde der zweite Versuch gelingen? Nach eineinhalb Stunden war die Erleichterung groß, als der Kapitän mitteilte, dass er die Landeerlaubnis erhalten hatte. Bei der Landung wurde das Flugzeug heftig durchgeschüttelt, sodass wir alle froh waren, heil den Boden unter dem Fahrwerk zu spüren. Der Kapitän und die Crew erhielten von allen Passagieren Applaus für die sichere Landung.
Wir wurden am Flughafen von MTS Globe bereits zum Transfer erwartet. Die neun Kilometer zum Hotel Cais da Oliveira legten wir schnell zurück. An der Rezeption wurden wir herzlich willkommen geheißen, und beim Anblick des Hotelzimmers schlugen unsere Herzen höher. Das Zimmer war für unsere Verhältnisse groß und verfügte über ein Doppelbett mit Nachttischkästchen, einen Schiebeschrank, einen kleinen Arbeitstisch, einen Esstisch und sogar eine kleine Küche. Wir waren begeistert! Der Ausblick vom kleinen Balkon war fantastisch: Meerblick!
Am Nachmittag schauten wir bei Manta Diving vorbei. Unser Fußweg dorthin betrug nur fünf Minuten. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellungsrunde – die Anmeldebögen, Brevets, Dive Card (aquamed) und die Tauchtauglichkeitsbescheinigung hatten wir bereits im Vorfeld per E-Mail an das Dive Center gesendet – wurde uns die Tauchbasis gezeigt und uns das Vorgehen bei Hausriff- oder Bootstauchgängen erklärt. Außerdem wurden wir auf die Räumlichkeiten zum Aufhängen der Jackets und Anzüge hingewiesen. Eigenartig fanden wir, dass wir informiert wurden, eine Anzahlung von 100 Euro pro Person leisten zu müssen, da wir keine Hotelgäste, sondern externe Kunden waren. Dass in der Basis nur Barzalung möglich war, hatten wir bereits auf der Homepage erfahren. Als Ted nach den Tauchplätzen fragte, erklärte der Inhaber, dass er viel Geld für die Homepage ausgegeben habe und wir dort alle Informationen nachlesen könnten. Wir hatteb jedoch irgendwie eine Tauchkarte mit den Tauchplätzen am Hausriff erwartet. Anschließend gingen wir zurück zu unserem Hotel, und 20 Minuten später wurden wir mit dem Auto abgeholt, und mit unseren Tauchsachen wieder zu Manta Diving zurückgebracht. So hatten wir am nächsten Tag vor dem Check Dive, der für 9:30 Uhr angesetzt war, weniger Stress. Wir sollten uns um 09:00 Uhr im Dive Center einfinden. Den Rest des Tages nutzten wir Zeit, um die nähere Umgebung zu erkunden und am Abend aßen wir beim Italiener O Galo, der eine ausgezeichnete Bewertung bei Google hat. Die Bewertung hatte nicht zu viel versprochen, denn das Essen war sehr lecker. Der Tag war lang, sodass wir anschließend müde ins Bett fielen.
Wenn einer eine Reise tut …!
Nach einem vierstündigen Flug erreichten wir das Zielgebiet: Madeira. Alle an Bord freuten sich auf die Ankunft, doch dann kam dann eine unerwartete Ansage vom Kapitän. Wir trauten unseren Ohren nicht: „Meine Damen und Herren, ich habe eine schlechte Nachricht für Sie, denn der Wind ist so stark, dass wir keine Landegenehmigung erhalten. Wir begeben uns in eine Warteschleife und hoffen, dass die Landung bald möglich ist.“ So kurz vor dem Ziel fühlte sich das sehr merkwürdig an. Nach fast einer Dreiviertelstunde kam die nächste Durchsage: „Ein Landung ist derzeit nicht möglich. Der Flug wurde soeben nach Faro auf dem Festland Portugals umgeleitet. Wir haben nun nochmals eineinhalb Stunden Flugzeit, bis wir dort landen werden.“ Lange Gesichter im Passagierraum, auch bei Ted und mir. Aber wir konnten definitiv nichts dagegen tun, denn das nennt man höhere Gewalt, und Sicherheit geht immer vor. Es war mir lieber, sicher zu landen, als abzustürzen – so viel war sicher! Etwas unglücklich war die Durchsage des Kapitäns, dass wir uns selbst eine Unterkunft suchen müssten. Wir hatten „Glück“ – zumindest glaubten wir das zu diesem Zeitpunkt – und ergatterten ein Hotel in der Nähe des Flughafens, doch das war eine andere Geschichte …
Warum Madeira?
Wir haben Max von Manta Diving auf der f.re.e, der Reise- und Freizeitmesse in München, kennengelernt. Seine Unterwasserfotos haben unsere Neugier auf dieses Tauchgebiet geweckt. Da wir erst im Herbst wieder eine Tauchreise geplant hatten, empfanden wir die Zeit bis zum nächsten Tauchgang als zu lang. Deshalb entschieden wir uns, im Juli Madeira zu besuchen. Über Check24 buchten wir eine Pauschalreise mit Flug und Hotel. Beim Hotel wählten wir das Nachbarhotel, da es günstiger war, sodass wir die Tauchkosten beinahe durch den niedrigeren Preis für die Unterkunft ausgleichen konnten. Wir fieberten dem Tauchabenteuer entgegen, auch wenn Ted von den vorhergesagten Temperaturen von 21 °C bis 24 °C nicht begeistert war. Für ihn bedeuteten diese Temperaturen, den 7-mm-Neoprenanzug mitzunehmen.
Da der Pauschalpreis Rail&Fly beinhaltete, waren wir zunächst enttäuscht, als wir feststellten, dass kein Zug am frühen Morgen fuhr, mit dem wir rechtzeitig in München hätten sein können. Deshalb suchten wir zum ersten Mal ein Hotel in Flughafennähe, da das Rail&Fly-Ticket bereits einen Tag vor Abflug gültig ist. Das Ibis Hotel erwies sich als ausgezeichnete Wahl, denn der Fußweg zur S-Bahnstation „Besucherpark“ war kurz und angenehm. Das Hotelrestaurant hatte sogar bis 21:30 Uhr geöffnet, und die Pizza schmeckte hervorragend. Trotzdem war die Nacht kurz, denn wir mussten um 4:45 Uhr aufstehen, um spätestens um 5:30 Uhr am Flughafen zum Einchecken zu sein. Es hat aber alles wunderbar geklappt!
Ägypten, Nov./Dez. 2025 (Tauchsafari)
26.11.25 Noch ein Tag bis zu unserem Abflug nach Marsa Alam:
Noch ein Tag, dann geht es endlich wieder zum Tauchen nach Ägypten! Ted und ich freuen uns schon sehr auf die vielen bunten Fische und auf neue Abenteuer unter Wasser.
Wie angekündigt, werden wir dieses Mal auf Instagram Videos und Bilder veröffentlichen. So möchten wir ausprobieren, wie es ist, euch zeitnah – und nicht erst Jahre später in einem Buch – unsere Erlebnisse zu berichten und unsere Begegnungen mit den Unterwasserwesen zu zeigen.
Wir freuen uns sehr, wenn ihr bei diesem Tauchurlaub dabei seid und uns zumindest digital begleitet.
Seid dabei und erlebt die faszinierende Unterwasserwelt aus unserer Perspektive 😍
14. November 2025 TAUCHEVENT im Backstage, Ingolstadt von 15:30 bis 21:00 Uhr
Ein Event bei dem sich alles um das Tauchen dreht. Tauchvereine stellen sich vor und organisieren einen Flohmarkt ihrer Mitglieder. Die Wasserrettung berichtet über ihre lebensrettende Arbeit. Die Tauchbasis „Schwerelos“ hat einen Stand und präsentiert ein Video von ihren Tauchreisen. Vorgestellt wird unser Buch „Gefühlt schwerelos“ bei einer Lesung. Das Restaurant Backstage offeriert seinen Gästen passende Gerichte zum Tauchevent.





